Im November feiere ich meinen Namenstag, am 11.11. Seit meiner Kindheit ist mir der Tag des Hl. Martin wichtig.
Martin, der im 4. Jahrhundert lebte, hatte ein bewegtes Leben: er war zunächst römischer Soldat, dann Eremit, später Priester und Bischof. Dabei kam er von seinem Geburtsort in Ungarn nach Oberitalien und schliesslich nach Gallien/Frankreich.
Die Legende erzählt, dass er eines Tages mitten in der Winterkälte einen Bettler sah, der zu erfrieren drohte. Martin hatte kein Geld dabei – aber einen dicken Mantel. Er zögerte nicht lange, zog sein Schwert und teilte den Mantel mittig durch, um dem Bettler die eine Hälfte zu geben. In der darauffolgenden Nacht erschien ihm Jesus im Traum, bekleidet mit genau dieser Mantelhälfte. Die Botschaft dahinter ist zeitlos: In den Mitmenschen, gerade in den Schwächsten, begegnen wir Gott.
Am Martinstag zünden wir, bei uns in der Pfarrei am 7.11., Laternen an. Das ist mehr als nur ein schöner Brauch: Sie sind das Versprechen, dass auch ein kleines Licht die Dunkelheit durchbrechen kann. Teilen macht die Welt nicht ärmer, sondern wärmer und heller.
Einen gesegneten Martinstag wünsche ich!
Ihr Pfarrer Martin Burkart