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Dreifaltigkeits-Sonntag

Eine Woche nach Pfingsten feiern wir den Dreifaltigkeitssonntag.

Für manche ein schwieriges Fest. „Aus der Dreieinigkeitslehre … läßt sich schlechterdings nichts fürs Praktische machen“, also nichts für die Ethik, nicht für das konkrete Leben. So meinte der Philosoph Immanuel Kant (1798). In aller Bescheidenheit: Hier irrte Kant! Der Glauben an Gott, der in sich selbst drei Personen ist, die in Beziehung zu einander stehen, kann enorme Folgen haben für die christliche Praxis. Ein solcher Gottesglaube setzt sich kritisch auseinander mit einem statischen Gottesbild. Gott ist nicht unveränderlich, sondern lebt in sich selbst!
Der dreifaltige Gott ist ein Gott der Gemeinschaft. Gemeinschaft zu fördern ist daher eine Grundaufgabe der Kirche. Der dreifaltige Gott ist ein Gott der Pluralität; die Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist sind unterschiedlich. Verschiedenheit ist daher auch in Kirche und Welt erwünscht und notwendig. Es ist aus dem Glauben an den dreifaltigen Gott also sehr viel «fürs Praktische» zu machen. Feiern wir ihn, danken wir ihm, diesem dreifaltigen Gott!

Gottesdienste zum Dreifaltigkeits-Sonntag
am Samstag, 30. Mai um 17.45 Uhr und
am Sonntag, 31. Mai um 9.45 Uhr.