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Mariä Lichtmess mit Blasiussegen

Fest „Darstellung des Herrn“

40 Tage nach Weihnachten, am 2. Februar, feiern wir nochmals ein weihnächtliches Fest: „Darstellung des Herrn“ (früher und im Volksmund bis heute auch „Mariä Lichtmess“ genannt).

Hintergrund des Festes ist die alttestamentliche Vorschrift, dass der erstgeborene Sohn in besonderer Weise Gott gehörte und von ihm den Eltern erst freigegeben werden musste. Deshalb kommen Josef und Maria mit ihrem Kind zum Tempel nach Jerusalem, um Jesus dort „darzustellen“, ihn Gott zu weihen. Sie dankten Gott für die glückliche Geburt und das Geschenk ihres Kindes. Dabei begegneten sie dem Simeon und der Hanna, zwei frommen alten Leuten.  Die sind trotz ihres Alters geistig ganz wach und voller Vertrauen, dass sie den verheißenen Retter noch sehen dürfen, bevor ihr Leben zu Ende geht. Wann das sein wird, wissen sie nicht. Voller Sehnsucht warten sie geduldig Tag für Tag, Jahr für Jahr. Im Lauf ihres Lebens hatten die beiden ein tiefes Gespür für die Nähe Gottes entwickelt. Und als sie nun Maria und Josef mit dem Kind begegnen, erkennen sie, dass dies ein besonderes Kind ist, ein Geschenk des Himmels.

Beiden, Simeon und Hanna, geht ein Licht auf, im wahrsten Sinn des Wortes. Deshalb ist es eine gute Tradition, dass in der Kirche am 2. Februar Kerzen gesegnet werden, Lichter für den Gottesdienst, aber auch solche für den privaten Gebrauch. „Der Herr ist mein Licht und mein Heil“ heißt es in den Psalmen (Ps 27) – das gilt auch für uns. Sie sind herzlich eingeladen, vor Beginn der Messe Ihre Kerzen vor dem Altar zu platzieren.

Mit den frisch geweihten Kerzen wird am Sonntag, 2. Februar um 9.45 Uhr ganz persönlich jedem und jeder der Segen Gottes zugesprochen, wobei sich dann auch das Gedächtnis an den Hl. Blasius verbindet, dessen Gedenktag nur einen Tag später, am 3. Februar ist.