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Per Telefon gegen Kirchenaustritte:

Im Auftrag der Katholischen Kirche des Kantons Zürich führt Sotomo eine Umfrage zur Reputation der Katholischen Kirche durch. Die Ergebnisse werden Anfang 2025 publiziert, doch schon heute zeigt die Umfrage: 18 Prozent der Katholiken haben schon einmal mit dem Gedanken gespielt, aus der Kirche auszutreten.

Die Katholische Kirche kämpft um jedes Mitglied und lanciert die Kampagne «Kirchensteuer-wirkt» sowie einen Telefontag, um mit den Kirchenmitgliedern in Dialog zu treten. Bischof Bonnemain persönlich greift zum Hörer.

Welches Engagement der Katholischen Kirche wird besonders geschätzt und wie steht die Bevölkerung zum Kirchenaustritt? Diesen und weiteren Fragen geht eine Umfrage der Forschungsstelle Sotomo auf den Grund. Erste Umfrageergebnisse zeigen: 18 Prozent der Katholiken haben sich schon einmal überlegt, aus der Kirche auszutreten. Bei den Reformierten sind es 12 Prozent. Wenn zum Jahreswechsel die Steuerrechnungen in die Haushalte kommen, steigen erfahrungsgemäss die Austrittszahlen deutlich an. Deshalb startet die Kirche ihre Kampagne gerade jetzt.

Die Katholische Kirche bemüht sich um jedes einzelne Mitglied und handelt, noch bevor die Umfrage publiziert wird. Denn die Umfrage zeigt auch, dass die Menschen das Engagement der Kirche schätzen – besonders im sozialen Bereich. So geben 71 Prozent der Befragten an, dass sie das soziale Engagement der Kirche als eher positiv oder positiv einschätzen. 90 Prozent der Befragten erwarten sogar, dass sich die Kirche sozial engagiert. Als besonders wichtig schätzen die Befragten die Angebote der Dargebotenen Hand (89 Prozent), der Seelsorge (88 Prozent) sowie der Caritas (87 Prozent) und auch von Jungwacht-Blauring oder der Pfadi (77 Prozent) ein.

Simon Spengler, Leiter Kommunikation der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, ordnet ein: «Die Kirche macht viel, das sehen die Menschen, aber wir haben einen massiven Aufholbedarf. Die Glaubwürdigkeit leidet unter der Last von Vertuschung und Verbrechen vergangener Jahre und einem Reformstau bezüglich der Gleichstellung der Frauen.» Die Katholische Kirche im Kanton Zürich lanciert einen Telefontag, um zu einem Zeitpunkt in den Dialog zu treten, an dem besonders viele Personen mit dem Gedanken spielen, aus der Kirche auszutreten. Personen aus dem Umfeld der Kirche – unter anderem Bischof Bonnemain – setzen sich ans Telefon und nehmen einen Tag lang Anrufe entgegen. Mitglieder der Katholischen Kirche und alle Mitmenschen sollen sich mit Fragen, Anliegen und Sorgen melden. «Die Kirchensteuer wirkt», ergänzt Simon Spengler. «Unser Engagement für die Menschen bleibt hoch.»

Der Telefontag findet am Dienstag, 10. Dezember zwischen 12.00 – 19.00 Uhr statt. Bischof Bonnemain, Synodalratspräsident Raphael Meyer und Vizepräsidentin Vera Newec, Generalvikar Luis Varandas und die Leiterin der Spitalseelsorge Sabine Zgraggen sind unter der Telefonnummer 044 559 55 00 erreichbar.